Nicht nur ein Spiel – It´s an Event

Sie heißen NFL, MLB, NBA oder NHL. Die großen Sportligen der USA. Überall gibt es riesen Stadien und Menschenmassen die zu ihnen pilgern um ihren Verein zu Unterstützen. Doch was macht den Unterschied zu anderen Ligen auf der Welt aus und warum sollte man unbedingt zumindest eines dieser Großereignisse mindestens einmal Live erlebt haben, das klären wir hier.

Es ist das erste Februar Wochenende. Es ist Sonntag. Für den „normalen“ Europäer eigentlich nichts besonderes. Doch diesen Tag fiebern immer mehr Deutsche und andere Europäer entgegen. Den an diesem Tag findet das wohl größte Sportereignis der Welt, außerhalb von Olympiade und der Fußball WM, statt. Der SuperBowl. In der Nacht von Sonntag auf Montag schießen die Zuschauerzahlen der Sender in die höhe. Doch warum nimmt dieser Tag immer mehr Menschen ein. Wer sich einmal mit dem Spiel, Football, beschäftigt hat und die Regeln einigermaßen versteht, wird schnell abhängig. Den Amerikanern wird es von der Geburt an mitgegeben, für welche Sportart ihr Herz schlägt. Sei es Football, Baseball, Basketball oder Eishockey, um nur einige zu nennen. 

„Tom Brady, Eli Manning oder Payton Manning“

Der SuperBowl Sonntag hat sich zu einem regelrechten Feiertag in den USA entwickelt. Es gibt legendäre Partys, öffentliche Live-Übertragungen und vieles mehr. Wer eine Karte für das Finale ergattern konnte wird diesen Tag sein Leben lang nicht vergessen. Wer es nicht geschafft hat, der trifft sich mit Freunden, Familie zum Grillen und Biertrinken. Sogar vor dem Stadion herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Hier entsteht zum SuperBowl eine kleine Stadt mit Souvenir Läden, Fanshops, diversen Foodtrucks und natürlich private Kofferraumpartys. Um diesen Hype zu verstehen sollte man zumindest einmal den SuperBowl gucken. Ein Unglaublicher Aufwand nicht nur auf dem Platz, sondern auch hinter den Kulissen. Es werden Werbedeals unbekannten Ausmaßes abgeschlossen. 

„4 Mio für 30 Sekunden Werbung“

Aber nicht nur der SuperBowl steht im Mittelpunkt. Genauso beliebt sind die World Series beim Baseball. die NBA Finals beim Basketball oder der Stanley Cup beim Eishockey. Auch um diese Events gibt es diesen Hype. Dabei steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern auch das ganze drumherum. Es werden Stars wie Justin Timberlake, Rihanna, Slash, Madonna usw. für Halbzeitshows gebucht. Ein ganzes Land fiebert dementsprechend auch den legendären Halbzeitshows entgegen.

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Beim Baseball ist es für einige vielleicht schwer zu verstehen was die Faszination ausmacht. Auch wenn man sich die Spiele im TV aus der ersten Saisonhälfte anschaut ist es vielleicht nicht offensichtlich wie sehr die Amerikaner an dieser Sportart hängen. Bei Besuchen im Stadion kann es sein, dass das Stadion zum einen kaum gefüllt ist und zum anderen kommt es einem so vor, als ob die wenigen Zuschauer sich nur untereinander Unterhalten anstatt das Spiel zu gucken. Genau das ist aber der Schlüssel. So ein Spiel ist ein echtes Familienereignis. Da es mitunter bis zu 4 Stunden dauern kann, bis es einen Sieger gibt, bleibt zwischendrin sehr viel Zeit für anderen Dinge. Die Familie freut sich etwas gemeinsames zu erleben. Ein Nachmittag bzw. Abend wird zusammen verbracht. Es gibt viel zu Essen und viel zu trinken und dazu noch ein Sportevent ihrer Lieblingsmannschaft. Während des Spiels ist ein ständiges Gemurmel zu hören, wenn dann aber etwas spannendes auf dem Feld passiert, hält sie nichts mehr auf ihren Stühlen und sie Jubeln. So schnell kommt man als „Nicht“ Amerikaner gar nicht hinterher. Aber allein dies Erfahrung ist Gold wert. Ob man es gut findet oder nicht, jeder sollte sich auf die Kultur, speziell auf die Sportkultur anderer Länder einmal einlassen. Es ist ein tolles Gefühl.  


 

 

Die „großen“ Ligen sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Der Grundstein wird in den USA schon in der Schule gelegt. Dort fangen schon die ersten Sportmannschaften an. Über Highschool Teams bis hin zu professionellen College Ligen ist die Bandbreite der Entwicklung enorm groß. Auch der Zusammenhalt und die Verbundenheit zu der Universität wird hier noch stärker vorgelebt. Die Stadien sind bei College- Veranstaltungen nicht weniger voll besetzt als bei den Profis. Wer Profi werden möchte, der sollte schon mindestens in einem Team eines Colleges spielen und dort Leistung bringen. Von hier aus werden in jedem Jahr vor der Saison die besten Nachwuchsspieler „gedrafted“. Einfach ausgedrückt: Die Profivereine streiten und überbieten sich bei den Talenten. Einer bekommt den Zuschlag und das Talent. Dieses System hat echte Vorteile aber auch Nachteile. Diese hier alle zu erläutern würde den Rahmen sprengen.

So ziemlich jede große Stadt in den USA hat mindestens einen Profi Club in einer der großen Sport Ligen. In New York sind zum Beispiel die NY Giants und die NY Jets in der NFL, die NY Mets und die NY Yankees in der MLB, die NY Rangers in der NHL sowie die Brooklyn NETS in der NBA aktiv. Darüber hinaus findet man noch diverse College Teams und Amateur Teams. 

World Series, Super Bowl und Finals

Ein weiterer Punkt sind die Bezeichnungen der Spiele. Sie haben klangvolle Namen wie World Series oder der Super Bowl. Manch einer  hält den Amerikanern da wieder ihren Größenwahn und ihre Selbstüberschätzung vor. Doch wer einmal ein solches Event besucht, der wird es zu hundert Prozent verstehen können. Die Amerikaner sind nicht größenwahnsinnig, sie sind schlicht und ergreifen Patriotisch (nicht nur beim Sport). Warum sollte man nicht seine Liga, gerade wenn sie nachgewiesener Weise auch noch ist, als beste der Welt bezeichnen dürfen? 

Fazit: Bei einem USA Urlaub sollte auf keinen Fall ein Besuch einer Sportveranstaltung fehlen. Sei es in der Profi Liga oder in der College Liga. Es geht einfach darum mehr in die Kultur einzusteigen und den Urlaub um eine tolle und bemerkenswerte Erfahrung zu bereichern.

Lets´s go! Let´s go! Lets´s go!

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